Artikelformat

Gupta-Erfahrungsbericht Teil 3

Mal wieder ein kleines Update: Ich mache das Gupta-Programm jetzt seit 19 Monaten und es ist nach wie vor ein ständiges auf und ab, das ist allerdings fester Bestandteil des Programms, es geht eigentlich immer drunter und drüber, bis es sich irgendwann stabilisiert, und wenn es 3 Jahre sind. Aber es ist nach wie vor noch so, dass ich mich innerhalb all dieser Turbulenzen immer besser fühle, obwohl ich tatsächlich immer noch nicht mehr machen kann als vor dem Programm, aber das kommt alles noch. Ich kann immer noch nicht mehr als 15 Minuten am Tag spazieren gehen ohne dass es mir die nächsten Tage dreckig coinstar bank Coinstar Money Transfer in La paz, Bolivia geht, das heißt, Freunde treffen, etc. ist immer noch Fehlanzeige.

Aber es geht mir trotzdem immer besser, meine Symptome wie Rückenschmerzen, Heuschnupfen, Schweißausbrüche, etc. gehen weiter stetig zurück, also auch wenn das jetzt komisch klingt, bin ich überzeugt, irgendwann durch das Programm wieder 100% fit zu sein.

Immerhin habe ich jetzt schon seit 16 Jahren CFS und muss von -1000% auf 100% kommen, das kann schon ein paar Jahre dauern, aber im Vergleich zu meiner Krankheitsgeschichte denke ich, dass es immer noch wenig sein wird.

Die Ablenkungsstrategie aus Teil 2 meines Berichts mache ich jetzt nicht mehr, das wurde mir irgendwann zu viel, ich mache aber jeden Tag folgendes:

–  50-100x Stop am Tag inkl. Selbstgespräch, durch das ich negative Gedanken in positive umwandle, wie in Teil 1 beschrieben.

– Sehr wichtig ist auch positiv denken, oder vielmehr positiv fühlen, denn wenn man sich jeden Tag ohne jeden Grund gut und glücklich fühlt, selbst wenn man noch starke Schmerzen hat, dann wird sich das irgendwann auf den Körper übertragen. Das gleiche gilt für Vergebung, Wut loslassen, all das ist Teil des Gupta-Programms, man fühlt sich also solange gut, bis der Körper keine andere Wahl mehr hat, als einfach nachzuziehen. Ich bin also jeden Tag ein paar Stunden mit “Stop!” und Gut fühlen / Vergeben / Loslassen / Vertrauen haben beschäftigt, aber dafür muss ich mir ja praktischer Weise keine Zeit nehmen, es findet im Kopf statt bzw. über eine Änderung der Gefühle von negativ zu positiv.

Dann mache ich nach wie vor nicht mehr als 1 Entspannungsübung am Tag, das halte ich auch noch für wichtig, weil ich festgestellt habe, dass mir mehr davon paradoxer Weise sogar schadet.

Alles, was in Teil 1 meines Erfahrungsberichts steht, ist immer noch hochaktuell. Ich bin Gupta immer noch unbeschreiblich dankbar, dass er das Programm erfunden hat, ich gehe jetzt praktisch gar nicht mehr zu Ärzten, das hat mich immer nur fix und fertig gemacht, und trotzdem geht es mir immer besser, also ich kann das Programm nach wie vor wärmstens empfehlen, das Wichtigste ist aus meiner Sicht die Stop-Technik, sowie das positive denken und vor allen Dingen fühlen. Positiv gedacht habe ich früher auch schon, ich fand’s oft sogar ärgerlich wenn Leute meinten, ich müsse positiv denken, aber positiv fühlen ist nochmal etwas anderes, zusammen mit dem Stoppen negativer Gedanken bringt das schon eine ganze Menge.

 



Werbung

7 Kommentare

  1. Hallo Retrainer,

    ich habe Deine Berichte sehr aufmerksam gelesen. Auch ich habe mit dem Gupta-Programm äußerst positive Erfahrungen gemacht. Ich habe (nach vier Jahren Krankheit) etwa zwei Jahre gebraucht (mit dem typischen Auf und Ab) und bin jetzt symptomfrei seit drei Monaten. Ein wichtiger Tipp: Ich habe sehr gute Erfahrungen mit der konsequenten Anwendung einer eigentlich recht simplen Technik gemacht: Ich habe sehr, sehr viel gelächelt, bis die Lachmuskeln Muskelkater hatten. Bei negativen Gedanken: lächeln, sich beruhigen. Wenn Du Dich körperlich anstrengst: sich freuen, lachen. Bringt, konsequent angewandt, immens viel. Die Amygdala wird sehr effizient und durchschlagend beruhigt. Nützt nach meiner Erfahrung sehr viel mehr als Guptas Stop-Technik. Dennoch bin auch ich ihm unendlich dankbar, denn das Wichtigste ist, die Zusammenhänge dieser verflixten Erkrankung zu begreifen. Die für einen selbst passenden Übungen kann man dann meist selbst herausfinden.
    Wenn Du magst, kannst Du mir unter http://www.symptome.ch schreiben, ich bin dort als “lejuge” angemeldet.

    Viele Grüße

    K.R.

    Antworten
  2. Ah, sehr gut, ja das Lächeln ist ja fester Bestandteil der Stop-Technik, also wenn ich 100x am Tag Stop! mache, dann lächle ich jedes mal breit dazu, grinse also 100x am Tag wie ein Honigkuchenpferd. Das macht von daher Sinn, weil die Psyche und der Körper miteinander verbunden sind, die Psyche gibt Signale an den Körper und umgekehrt. Man kann in diesen Kreislauf aber aktiv eingreifen, z.B. wenn man ohne ersichtlichen Grund lächelt, wird das Signal an den Körper ausgesendet “Ich bin zufrieden, alles ist gut, keine Gefahr”, und die Muskeln entspannen sich, und es werden keine Botenstoffe mehr in die falsche Richtung ausgesendet, und richten keinen Schaden mehr an, ganz im Gegenteil.
    Ich habe das mit der Grinserei so konsequent gemacht, dass ich mittlerweile auch eine Art Muskelkater habe und lächle jetzt mal ein paar Wochen lang eher mild, aber das ist ein guter Punkt. Anfangs habe ich das Lächeln noch als lächerlich empfunden (wie passend), jetzt bin ich voll davon überzeugt.
    Super dass es Dir jetzt wieder gut geht, und Dir das Gupta-Programm dabei helfen konnte!

    Antworten
  3. Visser Tjerk

    10/12/2012 @ 21:22

    Hatte selber über 6 Jahre täglich panikatacken gehabt. Schweissausbruch, System ist zusammen gebrochen, kraftlos USW. Ich hatte von familienstellung bis körperreinigung alles ausprobiert. Das einzige was mir geholfen hatte überall wo ich Angst hatte bin ich nochmals hingegangen und habe abgewartet bis die Angst weg war und dies hatte ich x mal wiederholt. Jetzt weiss ich wenn die Angst kommt das sie wieder weg geht. Das hat mir geholfen und kann sagen das ich zu fast 100% geheilt bin. Ich muss jetzt nur wieder meinem Körper vertrauen. Zurzeit bin beschäftige ich mich mit dem umkehren von Gedanken das heisst wenn ich solche Gefühle hervorholen kann, kann ich mit meine Bewusstsein auch anders noch wünschen. Somit wünsche ich mir jeden Tag das was ich möchte. Z.b Vertrauen in meinen Körper das er das kann, bis die Programmierung umgewandelt ist. Ihr ein paar interessante Infos. Schaut euch mal robert betz an. Gruss tjerk geht dort hin wo es weh tut, dass habe früher auch im Eishockey so gemacht.

    Antworten
  4. Hi,

    schön, dass ich per Zufall nochmals auf Deine Seite gestoßen bin. Ganz unabhängig voneinander scheinen wir mit derselben Methode zu arbeiten. Ich nutze übrigens auch meine eigene Form des Betens und versuche so oft wie möglich an schöne Dinge und Erlebnisse zu denken.

    Beten heißt bei mir nicht bitten, sondern – danken, also Dankbarkeit.
    Das hilft mir sehr.

    Des Weiteren versuche so oft es geht für Gute Erlebnisse dankbar zu sein und kann das dann auch als angenehm fühlen.

    Ich finde Deine Artikel sehr schön und drücke Dir ganz fest die Daumen, dass es jeden Tag etwas besser wird.

    Liebe Grüße aus Berlin

    Antworten
    • Super, ich bin überzeugt, dass das alles einen positiven Einfluss auf die körperliche Gesundheit hat. Von Natur aus konzentriert man sich oft eher auf das Negative im Leben, wenn man allerdings übt, sich auf das Positive zu konzentrieren, dann geht es einem meiner Erfahrung nach geistig und körperlich besser, ich mache das jeden Tag. Dazu gehört auch Vertrauen und Dankbarkeit, denn wenn man danach sucht, findet man immer etwas, wofür man dankbar sein kann und worüber man sich freuen kann. Z.B. bekomme ich ja Hartz IV / Sozialhilfe, was nicht viel ist, aber auch nicht schlecht, wenn man mal darüber nachdenkt. Z.B. gibt es in Griechenland, Italien oder Spanien praktisch überhaupt keine Sozialhilfe, in den USA bekannter Maßen auch fast nichts. Beim Frühstück denke ich mir oft, dass all die Bauern, Bäcker, Fischer, LKW-Fahrer, etc. den ganzen Tag hart arbeiten und mir helfen, also es ist schon so, dass mich die Gesellschaft hier auffängt. Früher war ich furchtbar wütend auf die Gesellschaft, aber durch das umwandeln der Wut in Vertrauen und Dankbarkeit geht es mir gesundheitlich ständig besser. Die Symptome und Schmerzen sind soweit zurückgegangen, dass ich mein Leben jetzt schon genießen kann, zum ersten Mal seit 16 Jahren, alles andere wie arbeiten, Sport, etc. ergibt sich dann von alleine, das kommt alles wieder.

      Antworten
  5. Hallo Retrainer,

    ich hätte zwei Fragen und zwar

    – wie geht es Dir inzwischen? Bist Du beschwerdefrei oder gesund?

    – wo hatten Deine Schmerzen begonnen und waren sie am stärksten (gewesen?), welche Symptome kamen wann hinzu? wie schnell schritt die Symptomatik voran?

    Danke 🙂

    Antworten
    • Mir ging es jetzt ziemlich lange ziemlich schlecht, ich bin immer noch total im Eimer, aber es wird schon, das hat alles seine Richtigkeit, denn es läuft so: Jedes mal, wenn man die richtigen Schritte einleitet, wie loslassen, vergeben, Vertrauen aufbauen, Gedanken stoppen, sich ohne Grund gut und glücklich fühlen, etc., wird es besser, aber es gibt immer eine Gegenreaktion vom Körper, denn das System war Jahrzehnte lang falsch programmiert. Das fühlt sich dann z.T. Jahre lang richtig schlecht an, und oft hat man das Gefühl, es wird nicht besser, das stimmt aber nicht, es wird tatsächlich besser und irgendwann ist man gesund, ich kenne eine, die hat 3 Jahre lang nur positiv gedacht und gefühlt, und danach war sie gesund, in den 3 Jahren war es aber schlimm, also das ist ganz normal und vergleichbar mit einem 3 Jahre langen Drogenentzug. Also das funktioniert alles hundert pro, man braucht nur ein paar Jahre Geduld, da bin ich mir sicher.
      Also das war bei mir alles ein schleichender Prozess, es begann eigentlich schon mit 19, da hatte ich 2-3 Jahre lang starke Medikamente gegen Akne genommen, die haben mich glaube ich ziemlich kaputt gemacht, und dann wurde es (ohne Medikamente) stetig schlimmer, bis ich irgendwann gar nichts mehr machen konnte, das dauerte aber ein mehrere Jahre. Die Schmerzen sind so Ganzkörperschmerzen, es tut einfach alles weh, vor allen Dingen die Muskeln, also das ist alles kein Zuckerschlecken, aber es wird schon.

      Antworten
  6. Hallo,
    spannend, zum erstenmal bin ich hier gelandet und lese als CFS Betroffene über das Gupta Programm. Ich selbst beschäftige mich derzeit mit der Psychoneuroimmunologie nachdem ich bei einer Heilpraktikerin viel für meinen Körper getan habe. Leider übernahm der Krankenversicherung nur sehr wenig der immensen Kosten der Behandlung und ich suchte weiter nach einem versierten Facharzt und Therapeuten. Pustekuchen. So bin ich zwei mal in einer PrivatKlinik für Psychosomatik und Psychiatrie wieder etwas auf die Beine gekommen um neuen Anlauf für meine weitere Therapie und den bevorstehen Prozess gegen den Krankenversicherer (sieht die medizinische Notwendigkeit einer Behandlung eines CFS nicht) zu nehmen. Ich nehme seit 2012 Vitamine, Spurenelemente etc. ein (nach Verständnis der Mitochondropathie). Es ging mir etwas besser, aber wirklich leistungsfähig bin ich seit 2010 nicht mehr. Damals – wusste ich nicht das ich an einer erworbenen Immunschwäche nach chron. EBV Infektion erkrankt bin – sehnte ich mich nach mehr Energie in meinem Leben und entschied mich eine dreijährige Ausbildung in spiritueller Therapie zu beginnen. Und ich kam durch die Selbsterfahrung und Theorie wirklich zu mir. Heute bin ich so dankbar diesen Weg gefunden zu haben, da trotz aller Anstrengungen und Krisen mir wirklich bewusst wurde wo ich stehe und das ich dringend Hilfe brauche, ich hatte bereits alles optimiert in meinem Leben – es gab nichts mehr zu optimieren, ich war total erschöpft. Vor einem Jahr begann ich mir weitere Unterstützung mit somatic experiencing nach Peter Levine zunehmen. seitdem fühle ich mich zunehmend wohler und leistungsfähiger. Ich habe wieder die nötige Energie kleine Dinge und Herausforderungen anzugehen. Seit Jahresbeginn kann ich wieder in Vollzeit arbeiten. Und ich bin so viel gelassener mit mir selbst. Meine Begleitung spricht hier vom Stress / Trauma der die Energie bindet das Nervensystem belastet und unser limbisches System – also die Amygdalla auf Stressmodus Kampf, Flucht, Einfrieren reagiert Und uns krank machen kann. Dazu kommt das ich mir selbst nur schwerlich für diverse Situationen in meinem Leben wirklich verzeihen konnte. Mir wurde bewusst wieviel leid durch meine Selbstvorwürfe und dem inneren Kritiker der unentwegt laberte entstehen konnte. Ich mache immer wieder die Erfahrung dass es den richtigen Zeitpunkt für etwas gibt. Und so ist es auch mit dem sich selbst vergeben. ich bin neugierig auf das Gupta Programm und werde es mir anschauen. Es scheint ganz gut zu meinem Ansatz der Therapie zu passen (buddhistische Lebensweise und Neuprogrammierung bzw. Neuordnung des Nervensystems / Körpers). Ich Danke für eure Beiträge – ich bin berührt und fühle mich durch euch inspiriert. Heilung ist möglich!!!

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.