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Das Gupta CFS-Recovery Programm – Ein Erfahrungsbericht

Das Gupta CFS-Recovery Programm

Ich bin jetzt 34, und habe seit 15 Jahren CFS, davon war ich die letzten 3 Jahre komplett arbeitsunfähig und habe jetzt nach 9 Monaten Gupta-Programm tatsächlich das Gefühl ich bin über dem Berg, zum Ersten Mal seit 15 Jahren. Die Müdigkeit geht zurück, alle Symptome verschwinden, die Schmerzen sind weg, die Depressionen auch, ich bin immer gut drauf und kann mein Leben genießen und bin mir sicher, dass sich der Rest Stück für Stück ergibt und ich in absehbarer Zeit wieder 100% gesund bin. Ich fühle mich jetzt schon besser als in der Zeit, wo ich noch Fußball spielen konnte und bin mir sicher, dass ich in absehbarer Zeit wieder auf dem Platz stehen werde. Vor dem Programm war mein Leben ein Albtraum, ich hatte den ganzen Tag Schmerzen, konnte kaum gehen oder gar stehen, selbst liegen war ein Problem.

Alles was ich davor probiert hatte, hat rein gar nichts gebracht bei mir, ich war bei Dutzenden von Ärzten, von denen mir jeder zweite sagte, ich gehöre in die Psychiatrie und/oder bilde mir das alles nur ein, dann hatte ich 5 Jahre lang nur gesunde Sachen gegessen und alle ca. 34 Definitionen von gesunder Ernährung ausgiebig ausprobiert. Nach diesen 5 Jahren ging es mir 1000x schlechter als vorher, wenn ich das gewusst hätte, hätte ich gar nichts gemacht und einfach gegessen, was mir schmeckt, so wie jetzt auch wieder. Ich habe es auch mit Psychotherapie probiert, dadurch ging es mir erst besser, dann aber sogar schlechter, also es hat alles nichts gebracht, das einzige, was jemals etwas gebracht hat in diesen 15 Jahren war das Gupta-Programm, und dann noch dazu sehr viel.

Wie ich an diesen Punkt gekommen bin, möchte ich im Folgenden beschreiben:Ein Mitglied meiner CFS-Selbsthilfegruppe schickte mir einmal einen Link zum Gupta-Programm, und zuerst dachte ich mir dass Ashok Gupta, ein indischstämmiger Engländer Anfang/Mitte 30, aussieht wie ein Manager, was mir erstmal suspekt war. Dann habe ich mal die Berichte von ca. 6-10 Betroffenen auf seiner Homepage angeschaut, die alle berichteten, dass sie schwer von CFS/ME betroffen waren und durch das Gupta-Programm alle geheilt wurden. Ich sah sofort, dass die Videos authentisch waren und dass die wirklich alle CFS hatten und jetzt nicht mehr, dann dachte ich mir, ok, vielleicht hilft das anderen, bei mir kann ich’s mir nicht vorstellen, aber ich nahm mir vor, in den nächsten Wochen mal die Beschreibung seines Programms und seiner Amygdala-Theorie durchzulesen, was ich dann ca. 3 Wochen später auch tat.

Beim Lesen der Theorie ging mir ein Licht auf und ich dachte mir: Das ist es! Das ist genau der Knackpunkt!Es geht bei der Theorie um Folgendes: Die Amygdala ist ein etwa mandelgroßes Organ im Gehirn, das für die Empfindung der Angst zuständig ist und bei manchen Menschen, z.B. CFS-Betroffenen, offenbar etwas überreagiert und die Dinge bedrohlicher darstellt, als sie sind. Wenn sich der Mensch jetzt allerdings unbewusst bedroht fühlt, dann wird die ganze Energie auf die Muskeln umgelenkt, denn wenn man bedroht ist, müsste man ja weglaufen oder zur Not kämpfen (fight or flight), und dazu braucht man vor allen Dingen die Muskeln. Des weiteren sind die Augen wichtig, die dann auch mit mehr Energie bedacht werden als nötig, was zu kleineren Sehstörungen führen kann, wie ich selbst sie auch gut kenne, sowie das Gehirn, was dann zum sogenannten „Brain fog“ (Nebel im Kopf) führen kann. Wenn jetzt allerdings permanent die Muskeln aktiviert werden, dann führt das natürlich zu Verkrampfungen und zu dem nicht nur mir bestens bekannten Ganzkörpermuskelkater, obwohl man sich ja kaum bewegt hat. In so einer Situation wird auch die Energie von anderen Bereichen, wie z.B. dem Magen-Darm-Trakt, abgezogen, denn den braucht man ja nicht, um wegzulaufen oder sich zu verteidigen. Das wiederum kann zu den bei CFS weit verbreiteten Verdauungsstörungen führen, und im Magen-Darm-Trakt befindet sich ja auch das Immunsystem. Das alles wird aber von der Schaltzentrale des Körpers vernachlässigt, denn er fühlt sich bedroht, lenkt die ganze Energie auf die Muskeln, der Rest ist unterversorgt und demnach ist es kein Wunder, wenn ein derart belastetes System irgendwann mal abstürzt. Dazu kommt, dass in Bedrohungssituationen ja nicht nur ein Bisschen Energie aktiviert wird, sondern alles an Kraft, was der Körper hat oder eher noch mehr, und wenn dieser Prozess permanent stattfindet ist die Belastung natürlich riesig. Das alles geschieht wie gesagt unbewusst, das 4seohunt.com/www/www.tired.ch Bewusstsein ist da weitgehend unbeteiligt.

Das Gute ist, dass man selbst auf den ganzen Prozess Einfluss hat, denn wenn man seinem Unterbewusstsein (ich sage lieber Unterbewusstsein statt mich nur auf die Amygdala zu beziehen, es heißt Amygdala Retraining, weil die Amygdala umtrainiert wird, oder man könnte auch sagen, das Unterbewusstsein wird einfach umprogrammiert) mitteilt, es ist alles in Ordnung und es besteht keine Gefahr, dann sickert diese Information langsam, aber sicher durch und irgendwann stellt sich der ganze Körper darauf ein, man wird entspannter, die Muskeln entkrampfen sich, die Verdauung und das Immunsystem funktionieren wieder und man kann wieder gesund werden. Ich habe das in den letzten 9 Monaten selbst ausprobiert, es funktioniert.

Man kann davon ausgehen, dass das Unterbewusstsein generell fehlkonditioniert ist bei CFS-Patienten, das kann noch aus der Kindheit stammen, oder es wurde einfach so von den Eltern vererbt, oder es ist einfach eine Verkettung unglücklicher Umstände, aber im Endeffekt spielt es keine große Rolle, warum es fehlprogrammiert ist, denn man kann es selbst wieder umprogrammieren.

Viele CFS-Betroffene, die ich kenne, hatten vor CFS auch schon größere Beschwerden, oft über Jahre hinweg. Bei mir war es z.B. so, dass ich von 14-19 schwer unter Akne litt, und als ich mit 19 dachte, so jetzt geht das Leben richtig los, setzten die CFS-Symptome ein. Bei allen Maßnahmen vor dem Gupta-Programm habe ich auch festgestellt, dass immer das eine besser wurde und dafür etwas anderes schlechter, also es war immer nur ein Verschiebebahnhof. Daher bin ich zu dem Schluss gekommen, mein Unterbewusstsein suggeriert mir, „Dir kann es nicht gut gehen“ und zwar in allen nur denkbaren Varianten. Das ist aus meiner Sicht der Grund, warum die klassische Medizin oft so wenig bringt bei CFS. Das Unterbewusstsein ist der Chef im Ring, daher wurde es bei mir erst besser, als ich das Unterbewusstsein umprogrammieren konnte. Zum Glück geht das, denn das Unterbewusstsein ist ja nicht der Feind, sondern der Freund und Helfer des Menschen, es hilft einem, spontan und effektiv zu handeln, es sitzen ja alle im gleichen Boot.

Zum Programm selbst:
Ashok Gupta hatte selbst 3 Jahre lang CFS und hat sich durch sein Programm selbst davon geheilt, man merkt auch in jedem Satz, dass er weiß, wovon er spricht. Das Programm umfasst 4 DVDs, die auf Englisch sind. Es liegt aber auch eine deutsche Übersetzung in Schriftform bei, auf der jedes Wort, das er sagt, übersetzt ist, also das Programm kann auch duane reade coinstar Coinstar Money Transfer in Achham, Nepal jemand machen, der kein Wort Englisch versteht. Das Programm kostet ca. 150 €, was erstmal viel klingt, aber viele sind der Meinung, dass es hundert mal mehr wert ist, wenn man bedenkt was es gebracht hat, und man kann es nach 6 Monaten auch wieder zurückgeben, wenn man nicht zufrieden ist damit und bekommt die 150 € wieder zurück. Berichte im Internet bestätigen, dass das wirklich funktioniert.

Das meiner Erfahrung nach wichtigste Tool des Programms ist die Stop-Technik, mit der man negative Gedanken brechen kann und in positive umwandelt. Jedes mal, wenn man einen negativen Gedanken hat wie z.B. „Ich bin so schlapp, ich kann heute nicht mal 10 Minuten spazieren“, soll man 3x laut „Stop!“ sagen und anschließend diverse weitere Schritte ausführen um den Gedanken zu brechen. Einer davon ist, sich selbst zu sagen, dass das Unfug ist, und man eigentlich gesund und munter ist. Die ganze Prozedur umfasst 7 Schritte und dauert pro Gedanke 20-60 Sekunden. Was sich jetzt anhört wie Eso-Kram, funktioniert meiner Erfahrung nach tatsächlich, nachdem ich die ersten 10 Gedanken gebrochen hatte, ging es mir Stunden lang körperlich gut und von da an ging es immer bergauf, das war Wahnsinn. Da bin ich zu dem Schluss gekommen, man hat offenbar einen großen Einfluss auf das eigene Unterbewusstsein. Ich habe auch gar keinen Sinn für sogenannten Eso-Kram, ich bin eher ein analytisch geprägter Realist, habe BWL mit Schwerpunkt Marketing studiert und bin Zahlenmensch durch und durch, also generell jemand, für den alles Hand und Fuß haben muss. Man macht das Ganze auf einer sogenannten Mindmap, einer Plane, die ca. 1,5-2,0 Meter groß ist und auf der die 7 Schritte eingezeichnet sind, ich fand diese Mindmap wirklich sehr hilfreich. Wenn man die 7 Schritte intus hat, kann man alles im Kopf machen, das ist alles ganz einfach, und das den ganzen Tag durchführen, egal, wo man ist. Das heißt, das Programm kann auch jemand machen, der ans Bett gebunden ist. Der Zeitaufwand ist durchaus überschaubar, 30-60 Minuten pro Tag genügen eigentlich schon, am Anfang kann man natürlich auch mehr machen, muss man aber nicht.

Von diesen negativen Gedanken sollte man so viele brechen wie möglich, am besten sogar alle, die an einem Tag auftauchen. Wenn man CFS hat, werden das wahrscheinlich ziemlich viele sein, Gupta sagt, man soll das bis zu 150x am Tag machen, was ich auch befolgt habe. Meistens waren es so 30-60 Gedanken pro Tag, manchmal auch 100, manchmal nur 10. Am Anfang sind es meistens noch sehr, sehr viele, aber nach ein paar Monaten nimmt das ab, und heute sind es bei mir vielleicht nur noch 10 Gedanken pro Tag.Es gibt einen standardisierten Text, den man sich selbst vorlesen soll, um den Gedanken zu brechen, aber ich habe mir selbst immer in Prosa, also meinen eigenen Worten, gesagt, dass der jeweilige Gedanke Unfug ist, und zwar den ganzen Tag hindurch.

Das muss man sich ungefähr so vorstellen:
„Ich kann heute überhaupt nichts machen“ – Stop! Stop! Stop! – „Unsinn, du bist doch topfit, Dir fehlt eigentlich gar nichts, wenn Du möchtest, kannst Du eine Stunde spazieren gehen und mehr, alles kein Problem.“ Ich gehe dann nicht wirklich gleich 1 Stunde, komme dem Ziel aber jedes mal näher, das ist alles ein Prozess und geht langsam, aber stetig, voran.
„Das Programm funktioniert bestimmt nur bei anderen, ich habe doch eh immer nur Pech“ – Stop! Stop! Stop! – „So ein Quark, Du bist keinen Deut schlechter als sonst irgendwer, in letzter Zeit lief’s halt ein Bisschen unglücklich, in Zukunft hast Du dagegen wieder viel Glück, so gleicht sich alles wieder aus.“
„Ich muss unbedingt gesunde Sachen essen“ – Stop! Stop! Stop! – „Völlig falsch, das hat Dir doch noch nie etwas gebracht, iss einfach was Du willst, Dein Körper ist gesund und verträgt alles.“
„Ich kann das Leben nicht genießen“ – Stop! Stop! Stop! – „Ganz im Gegenteil, Du hast genau so das Recht, Dein Leben zu genießen wie jeder andere auch. Das wollen die Leute sogar, denn ein glücklicher Mensch ist ein gesunder Mensch und ein gesunder Mensch kann arbeiten gehen und wenn Du das schaffst in einem Jahr oder so, dann kannst Du anderen Menschen helfen, indem Du in die Krankenkasse einzahlst. Also in Endeffekt will die ganze Gesellschaft, dass es Dir gut geht und dass Du Sachen machst, die Dir gefallen und Spaß machen, denn das ist der Weg aus der Krankheit.“

Angst ist natürlich, wie oben beschrieben, auch ein großes Thema dabei, man sollte sich immer fragen, vor was habe ich eigentlich Angst, sie ist zwar nur un- bzw. unterbewusst, dafür meist ziemlich groß. Ich z.B. hatte schon mal panische Angst vor einem Stück Vollkornbrot oder Tofu, weil mir beides nicht gut tat (ich habe es mit beidem allerdings auch maßlos übertrieben), also man glaubt gar nicht, vor was und wem man alles Angst haben kann, ohne das Geringste dafür zu können. Z.B:
„Ich kann meine Freunde nicht mehr treffen, denn die Tage danach geht’s mir immer schlechter“ – Stop! Stop! Stop! – „Quatsch, das sind doch alles nette Kerle, und wenn einer mal was Blödes sagt, das kann Dir doch körperlich nichts anhaben. Es wäre etwas anderes, wenn die Dich verprügeln würden, aber ich glaube kaum, dass die das tun. Also Du kannst Deine Freunde sehen, so oft Du willst.“
„Ich habe Angst, dass ich diesen Arzttermin nicht wahrnehmen kann oder danach wieder völlig kaputt bin“ – Stop! Stop! Stop! – „Woher denn, Dr. Maier ist doch ok, und die Leute im Wartesaal sind auch keine Unmenschen, also da brauchst Du garantiert keine Angst davor haben.“

Diese 6 Beispiele sind jetzt nur die Spitze des Eisbergs, im Prinzip waren die letzten 9 Monate ein einziges Selbstgespräch, in dessen Verlauf ich immer gesünder, glücklicher und zufriedener geworden bin. Insgesamt habe ich sicher 100-200 verschiedene Gedanken gestoppt, und das auch immer und immer wieder, davon besonders wichtige Gedanken im Verlauf der Zeit sicher mehrere hundert Male. Irgendwann hat mich mein Unterbewusstsein nicht mehr mit Sorgen und Ängsten bombardiert den ganzen Tag lang, so wie vorher, sondern mit Aussagen wie „Dir geht es gut“, „Du bist topfit“, „Du bist erfolgreich“, „Du kannst und sollst Dein Leben genießen“, etc., ohne dass ich was tun musste. Also die Verbindung Außenwelt – Bewusstsein – Unterbewusstsein ist keine Einbahnstraße, sondern ein Kreislauf, in den man aktiv eingreifen und etwas bzw. sogar sehr viel verbessern kann, irgendwann ist das Unterbewusstsein einfach voll von guten Gedanken, womit man das Ganze dann um 180 Grad gedreht hat.

WICHTIG (BITTE AUFMERKSAM LESEN): Der restliche Teil des Programms besteht aus Übungen, die dem Körper helfen, sich zu entspannen, die die Angst vor dem eigenen Körper nehmen und die einem helfen, die ständig kursierenden Gedanken zu reduzieren und frei im Kopf zu werden. Ich finde die Übungen auch ausgezeichnet, habe dabei aber ein großes Problem festgestellt. Immer wenn ich mehr als eine davon am Tag gemacht habe, ging es mir sogar schlechter statt besser, obwohl ich die Übungen eigentlich sehr gerne mache. Erst dachte ich, das kann doch nicht sein, aber ich habe immer wieder die gleiche Erfahrung gemacht: mehr als eine pro Tag und mir geht es wieder schlechter. Ich bin dann zu folgendem Schluss gekommen: Ich habe auch nicht weniger Energie als andere Menschen, aber mein Unterbewusstsein lenkt die ganze Energie gegen mich, was natürlich zu Schmerzen führt und den ganzen Körper lahmlegt. Wenn ich jetzt die Übungen mache, entkrampfen sich die Muskeln, mir geht es besser und ich habe mehr Energie, aber das Unterbewusstsein lenkt die Energie immer noch gegen mich, daher ist es kein Wunder, dass es mir dadurch schlechter geht, weil ich habe ja durch die Übungen an Energie gewonnen, nur die arbeitet immer noch gegen mich. DAHER RATE ICH UNBEDINGT DAZU, DIESE ÜBUNGEN NUR 20-30 MINUTEN PRO TAG ZU MACHEN UND FÜR DEN REST DES TAGES NUR DIE STOP-TECHNIK. Der ganze Heilungs-Prozess funktioniert wie gesagt nur Schritt für Schritt, ich glaube diese Übungen bringen einfach zu viel Gesundheit auf einen Schlag, aber wenn man das schrittweise macht, funktioniert es so wie es soll: es ging mir dadurch immer besser. Die Stop-Technik dagegen kann man so oft am Tag machen, wie man will, wie gesagt bis zu 150x.Ich habe auch mal das Internet nach Erfahrungsberichten durchforstet und immer wieder die gleiche Feststellung gemacht: Die, die überwiegend die Stop-Technik gemacht haben wurden wieder gesund, arbeiten wieder, eine meinte sie käme gerade von einem Tanzwettbewerb zurück und habe getanzt wie eine Verrückte nach 7 Jahren CFS. Es gab auch viele, die angaben, das Programm habe ihnen nicht geholfen und sie haben es nach ein paar Monaten aufgehört, die haben aber überwiegend die anderen Übungen gemacht. Ich kann diese Übungen wie gesagt dennoch empfehlen, halte die für ausgezeichnet und einen essentiellen Bestandteil des Programms, aber wie gesagt nur 20-30 Minuten pro Tag und ansonsten die Stop-Technik. Der Vorteil ist, dass der Zeitaufwand dadurch natürlich durchaus überschaubar ist, ich denke, dass wahrscheinlich schon 30 Minuten Stop! am Tag + die Übungen genügen, auch wenn ich anfangs oft 3 Stunden am Tag Stop! Stop! Stop! gemacht habe. Bei manchen funktioniert es aber auch mit mehreren Übungen am Tag sehr gut, das müsste man dann einfach ausprobieren.

Auf den DVDs gibt Ashok Gupta viele Tipps im Umgang mit CFS und natürlich zu seinem Programm, die zu einem gewissen Teil nur ganz nett, manchmal aber auch richtig hilfreich sind und ein entscheidender Faktor auf dem Weg zur Heilung, daher kann ich die ganzen DVDs vorbehaltlos empfehlen, sie haben mein ganzes Leben umgekrempelt und nachhaltig verbessert. Es geht dabei nicht immer nur um die diversen Techniken, sondern um generelle Tipps bzgl. der eigenen Einstellung, um Strategien und Verhaltenweisen, die bei mir maßgeblich zur Heilung beigetragen haben. Mittlerweile denke ich mir, dass vieles davon eigentlich auf der Hand liegt und ich schon längst meine ganze Einstellung hätte ändern können, aber hinterher ist man immer schlauer. Tatsächlich geht es da z.T. auch um Positives Denken, was ich immer als lächerlich abgetan hatte, u.A. da ich das Gefühl hatte, so erst in das ganze Schlamassel reingerutscht zu sein. Ich war ja als Teenager schon so, dass ich alles positiv gesehen habe und immer zu allen nett war, und dann wurde ich krank. Ich habe aber festgestellt, dass diese Denkweise nur im Kopf stattfand, im Körper war dagegen jede Menge Groll auf ziemlich vieles und auch viele Menschen vorhanden. Durch viele negative Erfahrungen wurde dieser Groll dann noch gesteigert und ich stellte aber immer fest, dass mir die Wut nicht gut tut, sondern sich gegen mich richtet und mich kaputt macht. Als CFSler gibt es natürlich auch mehr als genug Gelegenheiten, Wut zu entwickeln, alleine dass einem jeder zweite sagt, man simuliert oder ist verrückt. Also die Wut ist bestimmt nicht immer ungerechtfertigt, aber sie tut mir einfach nicht gut, daher habe ich sie im Laufe des Programms auch Stück für Stück fallen lassen und komme dadurch auch immer besser zurecht mit den Menschen, die ich treffe und fühle mich immer normaler. Das heißt natürlich nicht, dass man zu allem ja und amen sagen muss, es ist vielmehr die generelle Einstellung, die positiv sein sollte. Wenn einem dann auf anständige Weise mal der Hut hochgeht ist das natürlich kein Problem, ganz im Gegenteil, das wird dann voraussichtlich besser und spontaner funktionieren, weil man nicht mehr blockiert ist von den ganzen negativen Emotionen. Z.B. hat mir der Briefträger letztens unterstellt, ich würde nur simulieren, dann meinte ich, ja gut, also Deinen Bamperl-Job könnte ich wahrscheinlich sogar in meinem Zustand noch machen, was zwar glatt gelogen, aber lustig war. Bevor ich die ganze Wut habe fallen lassen, wäre ich wahrscheinlich gar nicht so schlagfertig gewesen.Eine aus meiner CFS-Gruppe ist so sogar wieder komplett gesund geworden. Sie war vorher genau so wie ich, hatte eine Riesenwut gegen alles und jeden und ist immer kränker geworden und irgendwann hat sie gesagt, Schluss, ich sehe jetzt alles positiv, und zwar zum Einen als generelle Lebenseinstellung und zum Anderen auch systematisch, also mit Methoden und bestimmten Techniken, und 3 Jahre später ist sie von CFS geheilt, läuft jeden Tag 10km, fängt an zu arbeiten und alle Symptome sind weg. Sie fing sogar schon mit dem Glücklich sein an, als die Symptome und Schmerzen noch ganz stark waren, es war tatsächlich so, dass sich der Körper dann einfach angepasst hat und auch wieder gesund wurde. Ich dachte mein ganzes Leben lang, ich muss einfach nur irgendwie gesund werden, dann bin ich automatisch glücklich, abgesehen davon war’s mir eigentlich egal, ob ich glücklich war oder nicht, ich habe mir nur gedacht, ich brauche nur meine Gesundheit, den Rest kriege ich dann schon hin. Aber Gupta dreht den Spieß um und sagt, man muss erst glücklich sein, der Körper zieht dann nach, ich unterschreibe diese Sichtweise mittlerweile voll und ganz. Z.B. stelle ich fest, dass mir mein Körper mehr und mehr vergibt (Bewegung, ungesunde Nahrungsmittel, etc.), je mehr ich dazu übergehe, mich nicht über andere Menschen zu ärgern, sondern ihnen auch zu vergeben, ob sie es verdient haben oder nicht. Auf diese Idee wäre ich als rationell veranlagter Mensch ohne Gupta überhaupt nicht gekommen. Es gibt auch Untersuchungen, dass Ruhe und Frieden eines der besten Mittel gegen CFS ist, und beides kann man sich selbst geben. Auch darauf wäre ich von alleine nicht gekommen. Gupta ist in der Lage, all das verständlich und ohne Gefühlsduselei zu vermitteln.Wie man es im Einzelnen schafft, erst glücklich zu werden, dazu gibt es nicht nur auf den DVDs gute Tipps, sondern auch in seinen Internet-Seminaren, von denen ich ein großer Fan bin. Das findet 1x in der Woche statt, z.B. Donnerstag abends von 20:00-21:15, da redet er dann über sein Programm und gibt allgemeine Tipps, wie man glücklich, zufrieden und ausgeglichen werden kann, die alle wesentlich zu meiner Genesung beigetragen haben. Man kann dann live im Internet auch Kommentare dazu abgeben, z.B. sagen, ob einem seine Krawatte gefällt oder Fragen zu den Übungen stellen, aber die Interaktion ist bei ca. 100 Teilnehmern natürlich begrenzt. Das macht aber gar nichts, denn die Tipps sind so gut und haben mir soviel geholfen, dass mir die Interaktion fast schon egal ist. Das kostet ca. 12-15 € pro Session, bei insgesamt 8 bis 12 Sessions pro Seminar. Das Beste wäre, man könnte die Seminare im Nachhinein auf DVD kaufen, noch besser mit deutschen Untertiteln, aber ich glaube im Moment gibt es das nicht, vielleicht ja in Zukunft. Die Seminare finden aber laufend statt und der Inhalt des Seminars das z.B. im Winter stattfindet unterscheidet sich nicht groß vom dem im Sommer, man kann also laufend einsteigen.Es gibt zusätzlich zum eigentlichen Gupta-Programm auch noch das sogenannte Accelerator-Programm, in dem ein neues Tool namens Accelerator vorgestellt wird, das auf dem Hauptprogramm aufbaut. Ich habe es auch ausprobiert, aber blieb dann lieber bei meiner heißgeliebten Stop-Technik, andere wiederum berichten, dass es ihnen sehr geholfen hat. Dieses Zusatzprogramm kostet nochmal ca. 60 €, und obwohl ich es gar nicht mehr benutze, würde ich es empfehlen, da alleine die Informationen und Tipps, die er auf der DVD gibt, mir sehr geholfen haben. Es ist sicherlich kein Muss, aber wie gesagt enthält es ein paar ziemlich gute Informationen, abgesehen davon kann man auch diese DVD wieder zurückgeben, glaube ich, und bekommt sein Geld bei Nichtgefallen wieder.

Eines möchte ich noch zum Programm anmerken, und zwar sagt Gupta, dass man sich zwischen den ganzen Stops tagsüber ablenken sollte, damit man nicht wieder negative Gedanken hat und den ganzen Tag über nicht an seinen Körper denken sollte, um so die Krankheit quasi einfach zu vergessen. Das habe ich die ersten 3 Monate auch gemacht und es hat wirklich sehr gut gewirkt, besser als alles andere sogar, aber es ist natürlich auch ziemlich anstrengend, ca. 500x am Tag nicht an seinen Körper zu denken. Nach 3 Monaten wurde es mir zu viel, abgesehen davon hat es irgendwie auch gar nicht mehr funktioniert, da mein Nachbar plötzlich anfing, 5 Stunden am Tag Lärm zu machen, das war ganz toll (und wieder meinten alle, ich würde es mir nur einbilden). Auf jeden Fall habe ich dann meine Strategie geändert, und nicht mehr mit Gewalt versucht, nicht an meinen Körper zu denken. Ich habe es dann so gemacht, dass ich, wenn ich ein Ziehen oder Schmerzen verspürt habe, mir gesagt habe, „Keine Angst, das bist nur Du, Du musst doch vor Dir selber keine Angst haben. Dein Körper ist eh rundum gesund, das sind nur Angst-Symptome, Du hattest zu Beginn des Programms einen Berg von Angst, und dieser Berg hat jetzt nur noch ein Drittel seiner ursprünglichen Größe. Habe einfach Vertrauen in Deinen Körper und lass ihn nur machen, der ist fit, gesund und clever und wird von alleine alle Regenerationskräfte aktivieren. Du brauchst keine Angst davor zu haben, wie Du Dich fühlst, was Du denkst, was Du sagst, wie Du aussiehst, Du bist ja derjenige, der Dich aus dem Schlamassel wieder rausholt, quasi der beste Freund den Du hast.“Das ist deswegen interessant, da ich vor mir selbst glaube ich mehr Angst hatte als vor allen anderen Menschen zusammen, wie ich aussehe, wie sich der Körper anfühlt, oft sogar vor dem, was ich sagte oder dachte, obwohl das ja alles gar keinen Sinn macht, und je mehr ich mir das selber sage, desto weniger Angst habe ich vor mir und auch vor anderen und umso besser geht es mir geistig und körperlich.

Ich mache das ganze Programm interessanter Weise auf Englisch, weil ich dann noch mehr das Gefühl habe, dass mir die ganzen guten Sachen jemand anders sagt. Englisch war aber Zeit meines Lebens auch mein absolutes Spezialgebiet und trotzdem suche ich oft noch nach Worten, also das macht wohl eher Sinn, wenn man da richtig fit ist, ansonsten geht es selbstverständlich auch in Deutsch oder jeder anderen Sprache.

Ich kann nur empfehlen, die Tipps und Strategien von Gupta im Großen und Ganzen zu befolgen, wobei man natürlich selber auch feststellt, was einem am meisten hilft und das Programm natürlich schon auf sich selbst zuschneiden kann, das habe ich ja auch gemacht. Nur in einem Punkt weiche ich wirklich fundamental von seinem Rat ab, und zwar empfiehlt er, die restlichen Übungen (nicht die Stop-Technik) so häufig wie möglich zu machen, das ist meiner Erfahrung aber nur bei Einzelnen wirklich ratsam. Das Wichtigste ist aus meiner Sicht wie gesagt, dass man den ganzen Tag die Stop-Technik anwendet und NUR 20-30 MINUTEN PRO TAG DIE RESTLICHEN ÜBUNGEN  – schon wieder Großbuchstaben, aber ich kann das nicht oft genug betonen, da das meiner Erfahrung nach der Knackpunkt bei dem Programm ist, wenn ich die anderen Übungen öfter gemacht hätte, so wie von Gupta wiederholt empfohlen, dann wäre ich wohl nicht gesund geworden, das ist der einzige Kritikpunkt an dem ansonsten aus meiner Sicht genialen Programm, aber darauf kann man sich ja einstellen.Interessant an dem Genesungsprozess ist, dass es erst immer bergauf geht und dann wieder bergab, aber immer 2 Schritte vor und nur 1,5 zurück. Immer wenn es mir besser geht und ich dem Ziel, wieder mehr Menschen zutreffen, näher komme, schlägt mein System offenbar Alarm, weil es immer noch so konditioniert ist, dass es denkt die sind alle gefährlich, und dann haut’s mich wieder um und ich liege Tage oder Wochen flach. Das kann sehr deprimierend und frustrierend sein und oft dachte ich dann, jetzt ist alles verloren, aber ein paar Tage später bin ich wieder fit, das ist so eine Art Reboot, der sich immer wiederholt, bis ich irgendwann über dem Berg war. Vor ein paar Wochen erst kam bei mir die Schlussoffensive, und ich dachte jetzt bin ich genau so schlau wie vor dem Programm, aber danach ging’s mir wieder gut und seitdem ist es konstant gut, und ich habe jeden Tag das Gefühl, ich bin überm Berg und werde gesund. Wahrscheinlich geht es auch in Zukunft noch ganz schön auf und ab, aber das kann mich nicht mehr erschüttern, da ich mich so gut fühle wie eigentlich noch nie zuvor. Ich kann gar nicht sagen, wie dankbar ich bin, dass mein CFS-Kollege mir das Programm gezeigt hat, mein Leben immer besser wird und ich auf dem besten Wege zur Gesundung bin: Danke, danke, danke.
Ich muss unbedingt auch nochmals den Aspekt des Positiven Denkens betonen und was für einen Effekt es auf den Körper haben kann. Das Problem ist, dass die Gefühle eines Menschen sich in der Regel immer wieder ihren Weg bahnen, und wenn man durch einen bestimmten Ansatz aus der klassischen Medizin, der an sich gut und richtig ist, ein Problem im Körper löst, dann passiert es gerade bei CFS oft, dass die Gefühle des Menschen wieder die Oberhand gewinnen und wiederum andere Botenstoffe aussenden, die wieder etwas anderes anrichten und eine andere Baustelle aufmachen. Daher hilft bei CFS meiner Erfahrung nach nur, das Unterbewusstsein umzuprogrammieren und die Art wie man denkt und fühlt zu ändern. Ich dachte immer, das geht gar nicht, man fühlt sich eben wie man sich fühlt, wurde aber durch Gupta eines Besseren belehrt.Meine CFS-Leidensgenossin hatte wie gesagt furchtbare Schmerzen den ganzen Tag, konnte keine 100 Meter gehen und war nicht mal in der Lage staubzusaugen. Jetzt ist es natürlich verständlich, dass man in so einer Situation negative Gedanken hat. Aber der Wendepunkt kam, als sie selbst unter diesen Umständen angefangen hat, rund um die Uhr positiv zu denken, der Körper hat sich dem dann angepasst und jetzt ist sie rundum gesund und hat keine Symptome mehr.

Ein weiteres wichtiges Thema ist das Loslassen. Ich bin eigentlich ein Mensch, der mit sehr wenig schon zufrieden ist, wie z.B. am Wochenende das Bayern-Spiel in der Kneipe anzusehen oder ab und zu ein Bier zu trinken, was beides durch CFS oft nicht mehr ging. An diesen wenigen Wünschen habe ich mich allerdings so festgekrallt wie jemand, der unbedingt 10 Rolls Royce haben möchte. Dadurch wurde ich und meine ganzen Muskeln mehr und mehr verkrampft und die Krankheit wurde immer stärker. Also lasse ich jetzt Tag für Tag konsequent meine ganzen Wünsche los, wie auch Ängste, Sorgen, eigentlich alles, werde dadurch immer entspannter und komme den Wünschen durch das Loslassen trotzdem immer näher. Das Loslassen von Gedanken hat einen ähnlich positiven Effekt wie das Stoppen der negativen Gedanken.
Anhang: Negative Gedanken, die ich jeden Tag stoppe

Hier habe ich mal die wichtigsten Gedanken aufgelistet, die ich jeden Tag mit der Stop-Technik breche:

Ich kann nicht mehr als 10 Minuten gehen pro Tag. (“Natürlich kannst Du das, Du bist doch topfit, wenn Du wolltest, könntest Du 1 Stunde und mehr gehen.”)
Ich habe Angst vor allem und jedem  (“Das ist völlig überflüssig, da spielt Dir Dein Unterbewusstsein einen Streich. Wenn Du jedes Mal von der Angst, die Du verspürst, 99.9% abziehst, manchmal auch 100%, dann weißt Du, wie viel realistisch ist.“)

Ich habe Angst vor meinen Freunden, immer wenn ich sie treffe, geht es mir am nächsten Tag schlecht. („Unsinn, die meisten von denen sind echt nette Kerle, und die meinen’s ja alle gut mit Dir und können Dir sogar helfen wenn’s ist. Und wenn Dich einer mal anblafft, das ist doch egal. Das hat überhaupt nichts mit Deiner Gesundheit zu tun. Was andere sagen, kann Dich vorübergehend traurig oder auch glücklich machen, aber mit Deiner Gesundheit hat das gar nichts zu tun. Es ist etwas anderes, wenn die Dich körperlich attackieren würden, aber das werden die sicher nicht tun. Also die kannst Du sehen, sooft Du willst.)

Ich habe Angst, dass es wieder schlechter wird, wenn ich erzähle, dass es mir besser geht. („Das wird mit Sicherheit nicht der Fall sein, wie soll denn sowas gehen? Es ging halt in den letzten Jahren immer erst bergauf und dann leider auch wieder bergab, daher bist Du da vielleicht noch ein gebranntes Kind, aber das hier ist was völlig Neues, von hier an geht’s nur noch bergauf, Du hast Dich ja aktiv und bewusst für diesen neuen Weg entschieden, und machst das auch sehr gut, deswegen brauchst Du Dir da überhaupt keine Sorgen zu machen. Du bist ohnehin nicht davon abhängig, was andere Leute sagen oder tun, alles was Du brauchst, ist Dein Kopf. Wenn andere sagen, das funktioniert nicht, und haben es nicht mal ausprobiert, dann ist das deren Problem und nicht Deins, Du musst Dich in Deiner Situation nicht mit den Problemen anderer Menschen beschäftigen, hast ja mit Dir selbst genug zu tun. Dazu kommt, dass Du schon wichtige Phasen durchlaufen hast, z.B. dieses schlimme Herzklopfen am Anfang, das ist ja jetzt wieder weg. Oder Dein Nachbar, der Dir durch den Lärm so viel Probleme bereitet hatte und dem Du vergeben konntest. Danach ging’s Dir gut, mit oder ohne Lärm. Das waren alles Meilensteine. Das ist so ein Bisschen, wie wenn jemand 10000 Dominosteine aufbaut und dazwischen Sperren aufstellt, damit nicht alle 10000 umfallen, wenn aus Versehen einer umgeschmissen wird. Du hast jetzt locker schon 10 solcher Sperren aufgestellt, weiter als bis dahin kannst Du nicht zurückfallen.“)

Ich kann das Leben nicht genießen. (“Natürlich kannst Du das, Du hast nie etwas verbrochen und hast ein Recht darauf, frei zu sein und Dein Leben zu genießen wie jeder andere auch. Ganz im Gegenteil, Du sollst Dein Leben sogar genießen, das heißt, das machen, was Dir Spaß macht, da ist ja nichts Verbotenes dabei. Je mehr Du Dein Leben genießen kannst, desto glücklicher wirst Du, und je glücklicher Du bist, desto gesünder bist Du auch, und wer gesünder ist, ist auch produktiver und kann etwas für die Gesellschaft tun, vielleicht sogar wieder arbeiten oder auch anderen helfen. Das bedeutet, dass alle wollen, dass Du glücklich bist und Dein Leben genießt.“)
Die Entspannungsübungen sind nicht gut für mich. (“Das ist Unsinn. Wie soll eine Entspannungsübung irgendjemanden schaden können? Durch diese Übungen wirst Du entspannter, gesünder und glücklicher und das ist genau das, was Du auch verdient hast. Du bist ein guter Mensch, der Ruhe, Frieden, Gesundheit und Glück verdient hat und wenn Du diese Übungen machst kannst Du Dir all dies selber geben.”)
Ich bin ein Loser und schaffe das nie. (“Unsinn, Du bist ein cleverer Kerl und hast die Entschlossenheit, das durchzuführen, bis Du wieder bei 100% bist, was im Übrigen wesentlich leichter ist, als Du denkst. Du bist im Nullkommanix wieder gesund. Du bist nicht schlechter als irgendjemand sonst und schon gar kein Loser.”)

Ich kann nicht gesund und glücklich sein. (“Du bist keinen Deut schlechter als irgendwer sonst, also kannst und wirst Du auch genau so gesund sein. Du hast in der Vergangenheit einfach nur ziemlich viel Pech gehabt, was vor allem damit zusammenhängt, dass viele negative Gedanken in Deinem Unterbewusstsein herumschwirrten und anschließend auch noch verstärkt wurden als hätte man eine Lupe darüber gehalten. Aber körperlich fehlt Dir absolut nichts, Du hast alles, was man braucht, um gesund und glücklich zu sein. Du musst nur ein paar Gedanken in Ordnung bringen, und schon bist Du wieder fit und gesund.”)

Ich bin eine Zumutung für andere Leute und sollte deswegen zu Hause bleiben (“Wie kommst Du denn auf sowas? Aber gut, es ist nicht Deine Schuld und ich bin froh, dass Du es mir gesagt hast und dass Du diesen Unsinn jetzt los bist. Du bist keine Zumutung für irgendwen, ganz im Gegenteil. Die Wahrheit ist, dass Du ein angenehmer und unterhaltsamer Zeitgenosse bist und die Leute sich freuen, wenn sie Dich treffen.”)
Ich muss unbedingt gesunde Sachen essen. (“CFS hat mit Essen überhaupt nichts zu tun. Du hast doch 5 Jahre lang nur gesunde Sachen gegessen – was tatsächlich stimmt – und Dir ging’s nachher 1000x schlechter als vorher – auch das stimmt -. Du kannst de facto essen was Du willst, das hat mit CFS überhaupt nichts zu tun.”)

Ich habe auch während des Programms, insbesondere beim Durchführen der Meditation immer wieder festgestellt, dass in meinem Unterbewusstsein riesige Schuldgefühle sind, die ich bewusst niemals hatte. Ich kann ja nichts für dieses CFS und auch ansonsten habe ich nie etwas Böses getan, ich könnte ja nicht mal einen Kaugummi klauen. Also überzeuge ich mich mit Hilfe der Stop-Technik immer wieder, dass ich an überhaupt nichts schuld bin (was ja auch stimmt). Dann denke ich mir, wenn ich überhaupt keine Schuld habe, was mache ich dann hier in diesem Gefängnis? Ich glaube, dadurch wird auch dem Körper langsam aber sicher klar, dass ich ein Recht darauf habe, mich frei zu bewegen, und selbst über mein Leben zu bestimmen. Je mehr ich mir das alles selbst erzähle, desto näher komme ich diesem Ziel auch in Wirklichkeit. Ich sage mir auch oft, dass ich ganz im Gegenteil sogar allen Grund habe, stolz auf mich zu sein, da ich mit meinem Leben unter unzumutbaren Zuständen zurecht gekommen bin, ich bin tatsächlich der Meinung, dass das etwas ist, auf das alle CFS – Patienten stolz sein können.

Ich habe eine große Wut auf ziemlich vieles und viele Menschen. (“Ok, mit dieser Wut muss jetzt mal Schluss sein, das frisst Dich völlig auf und bekommt Dir gar nicht gut. Natürlich läuft vieles schief auf der Welt, aber in ein paar Monaten wird’s Dir wieder so gut gehen, dass Du Dir plötzlich denkst, ich habe ja plötzlich gar keine Wut mehr, sondern nur noch positive Gefühle für die Menschen. Das heißt natürlich nicht, dass Du nicht mehr sauer werden darfst ab und zu und anderen auch mal die Meinung geigen kannst, natürlich kannst Du das, da brauchst Du auch keine Angst davor haben, das ist ganz normal und da wird dann nichts Schlimmes passieren. Aber Du wirst sehen, dass es Dir viel besser geht, wenn Du Deinen Ärger einfach fallen lässt und allen Menschen gegenüber positiv eingestellt bist.”)

Ich darf nie böse oder sauer werden. („Stimmt überhaupt nicht. Andere Menschen verhalten sich ja auch nicht gerade immer vorbildlich, warum sollen für Dich da andere Regeln gelten? Du brauchst auch keine Angst haben, dass dann gleich etwas Schlimmes passiert, es gibt Menschen die sind wahre Ekelpakete und die kommen bestens zurecht. Das heißt natürlich nicht, dass Du so werden sollst, das überhaupt nicht, aber nur um Dir zu zeigen, dass das kein Problem ist und dass dann nichts Schlimmes passiert. Du bist ja eh so ein vernünftiger und friedliebender Mensch, also wenn Du mal sauer wirst da muss wirklich schon viel passieren. Und wenn, dann hast Du immer einen triftigen Grund. Aber da brauchst Du Dir keine Gedanken darum machen, Du lässt einfach alle negativen Gefühle fallen, stehst allen Menschen positiv gegenüber und dann wird Deine Reaktion immer spontan und angemessen sein.“)
Ich kann nicht in der Sonne sein (- ich bin hochempfindlich auf Sonnenlicht, oft werden die Symptome nach ein paar Minuten schon stärker-) (“Die Sonne ist Dein Freund und nicht Dein Feind. Sie gibt Dir wertvolles Vitamin D, das in der Nahrung auch nicht so häufig vorkommt, und das auch noch umsonst. Genau genommen gäbe es überhaupt keine Menschen auf der Welt, wenn es die Sonne nicht gäbe, also Sonnenlicht tut Dir gut und Du kannst sonnenbaden, so viel Du willst.”)

Ich habe Angst, wieder auf null zurückzufallen. (“Das wirst Du nicht, immerhin geht es Dir jetzt schon 1000x besser als vor dem Programm, das kommt ja nicht von ungefähr. Das bedeutet nichts anderes als dass die Methode funktioniert, und da Du sie regelmäßig anwendest geht es immer weiter bergauf, bis Du bei 100% bist. Du hast doch die Berichte gelesen im Internet: Da war die eine, die 7 Jahre lang CFS hatte und es phasenweise kaum bis ins Bad geschafft hat und wieder zurück. Jetzt geht die regelmäßig zu Tanzwettbewerben und tanzt wie eine Verrückte und schreibt dass sie praktisch wieder bei 100% ist. Dann die Frau, die im Rollstuhl saß und Kinder hatte und aus Zeitgründen nur dieses Stop immer machen konnte. Die ist eines Tages aus dem Rollstuhl rausgesprungen und in ein Kajak hinein und macht jetzt regelmäßig Wildwasserfahrten. Oder der, der nur jeden Tag 30 Minuten lang stop! gemacht hat, der arbeitet jetzt wieder in Vollzeit. All diese Menschen haben genau das gleiche gemacht wie Du, das wird bei Dir den gleichen Effekt haben. Ich kann ja verstehen, dass Du noch ein gebranntes Kind bist, da Du seit 20 Jahren eigentlich mit dieser Krankheit kämpfst. Dann war es ja auch so, dass es in den letzten Jahren immer mal wieder bergauf ging und gleich wieder bergab. Aber das gehört jetzt alles der Vergangenheit ein. Es ist eine bewusste Entscheidung. Du hast Dich jetzt aktiv dazu entschlossen, den neuen grünen Weg zu gehen –der Weg ist auf der Mindmap grün eingezeichnet- und gehst ihn konsequent, daher geht es jetzt immer weiter bergauf bis Du wieder fit bist. Dir war nur vorher nicht bewusst, dass das eine bewusste Entscheidung ist, aber dafür gibt’s ja mich, um Dir sowas zu sagen.”)

Ich habe Angst, dass ich einen permanenten körperlichen Schaden habe, der sich nicht mehr beheben lässt. –.(„Nein, Deinem Körper fehlt gar nichts, alles, was Du hast, ist Angst und die wird immer weniger. Außerdem meinte Ashok Gupta mal in einem Seminar, dass sehr viele seiner Patienten diese Angst hätten, und viele von denen sind Monate später schon wieder kerngesund. Also da brauchst Du Dir nichts zu denken.“)

Ich muss immer auf Symptome in meinem Körper achten. („Nein, musst Du nicht. Dein Körper ist sogar ziemlich clever, den kannst Du komplett sich selbst überlassen. Er wird die Arbeit gerne für Dich machen, und Du brauchst eigentlich überhaupt nichts zu tun. Das ist wie wenn Du der Chef eines cleveren Angestellten wärst, wenn Du alle 5 Minuten dazwischen funkst, wird die Arbeit weniger gut werden als wenn Du ihn weitgehend in Ruhe lässt. Dein Körper verfügt über enorme Selbstheilungskräfte, die er im Lauf der Zeit aktivieren wird, habe einfach ein Bisschen Vertrauen in ihn, er wird Dir das Vertrauen mit Gesundheit zurückzahlen.“)

Ich muss ständig überlegen, was als nächstes Schlimmes passieren könnte („Für Dein Gehirn gilt genau das gleiche wie für Deinen Körper. Es ist topfit und ziemlich clever und wenn tatsächlich einmal Gefahr droht, dann wird Dein Gehirn Dir das sofort sagen. Das war aber in den letzten 34 Jahren praktisch nie der Fall und wird auch die nächsten 34 oder 68 Jahre so bleiben. Also: Dein Körper und Dein Gehirn sind topfit und Du kannst froh sein, die zwei zu haben.“)
Ich kann mich nicht entspannen („Dir zu sagen, Du kannst nicht entspannt sein, ist ungefähr, als wenn man Ronaldo sagen würde, er kann nicht Fußball spielen, und das ist so ziemlich der beste Fußballer der Welt. Du kannst genau so entspannt sein wie jeder andere auch, wahrscheinlich sogar noch viel mehr, Du bist doch eh jemand, der sich nie Stress macht.“)

Ich glaube auch, dass es gar nicht so unwichtig ist, dass man sich jeden Tag erzählt, dass man kein Loser ist, sondern ganz im Gegenteil ein ganz toller Mensch, auch wenn das jetzt ein Bisschen komisch klingt. Es weiß ja jeder, dass man nichts kann für alles, aber es ist immer gut, sich das immer noch mal zu erzählen. Da sollten der Kreativität keine Grenzen gesetzt sein, also ich denke das Minimum ist, dass man sich sagt, dass man keinen Deut schlechter ist als sonst irgendwer, und dass man in Wahrheit ein gesunder, glücklicher und aktiver Mensch ist.

Ich halte den Lärm in der Nachbarschaft nicht aus. – bei mir in der Gegend wohnen tatsächlich furchtbar laute Leute, viele sind deswegen auch schon ausgezogen. Aber manchmal ist es auch nur ein relativ leises Geräusch, das mich stark aufregt und andere nehmen das wahrscheinlich nicht mal richtig wahr- („Stimmt nicht. Dein Gehirn wurde einfach nur so konditioniert, dass es sich auf die negativen Seiten im Leben konzentriert, das muss aber überhaupt nicht sein, das kann man trainieren wie eine Sportart. Wenn Du willst, kannst Du stundenlang Dein Buch lesen, und nimmst die Geräusche um Dich herum gar nicht mehr war. Das wusstest Du nur bisher nicht, es ist aber ganz einfach, probier’s mal aus.“)
Ich bin immer müde, kaputt und leide unter Depressionen und Zwängen. („Stimmt nicht, das bist in Wahrheit überhaupt nicht Du. Du kennst es bloß schon gar nicht mehr anders und Dein Gehirn bzw. Unterbewusstsein ist ganz einfach fehlprogrammiert, ohne dass Du etwas dafür kannst. Was Du gerade machst, ist die Programmierfehler beheben, und das machst Du sogar ziemlich gut, und irgendwann läuft Dein System wieder einwandfrei und Du wirst der sein, der Du eigentlich bist: ein gesunder, zufriedener, sportlicher und aktiver Mensch.“)

Auf mir lastet ein Fluch. („Falsch, es gibt keinen Fluch. Ich verstehe, dass es sich für Dich so angefühlt hat, und das auch noch über Jahre hinweg und Du keine andere Erklärung dafür hast, aber im Endeffekt ist es nur eine Verkettung unglücklicher Umstände. Dein Unterbewusstsein hat einfach immer gegen Dich gearbeitet, aber wir lenken das jetzt alles wieder in die richtige Richtung, das geht alles viel einfacher und schneller als Du denkst. Das ist Genetik, ein Bisschen Psychologie vielleicht, Evolution, aber mit Sicherheit kein Fluch, das gibt’s vielleicht in „Fluch der Karibik“, aber nicht hier auf der Erde.“)

Ich muss immer alles perfekt machen und jeden Tag 100 negative Gedanken brechen. („Nobody is perfect, Du auch nicht. Also macht es auch gar keinen Sinn, es zu probieren. Du wirst nie perfekt sein, aber Du wirst bald wieder gesund sein, und das ist es ja, worauf es ankommt. Du musst auch nicht jeden Tag alle negativen Gedanken brechen, die Du Dir vorstellen kannst, manchmal langt es auch, wenn Du nur 20 oder 30 stopst, oder an manchen Tagen auch nur 5 oder gar keine. Dieser Perfektionismus ist eine Form von Zwanghaftigkeit, also Du hast Angst, dass etwas Schlimmes passiert, wenn Du nicht zwanghaft oder perfekt bist. Das ist wie alle anderen Ängste aber zu 100% unbegründet, abgesehen bist davon bist das überhaupt nicht Du, denn Du bist ein pragmatischer und lockerer Mensch.Es genügt im Prinzip, wenn Du regelmäßig die wichtigsten Gedanken stopst, die anderen verschwinden dann von alleine, Du wirst schon sehen. Also wenn Du nur zu 40-50% perfekt bist, dann wirst Du schneller wieder 100% gesund sein, als wenn Du versuchst, zu 100% oder 150% perfekt zu sein.“)

Ich muss immer anderen zuerst helfen, ich selbst bin gar nicht so wichtig. („Ok, also es ist schön, dass Du anderen helfen möchtest und das spricht ja auch für Dich, aber Du musst Dich wirklich zuerst um Dich kümmern, das ist jetzt erstmal das Wichtigste. Du musst ja überhaupt erstmal gesund werden, sonst kannst Du ja niemandem helfen, also fang einfach mal bei Dir an. Indem Du Dich auf Dich selbst konzentrierst und Dir selbst hilfst tust Du mehr für andere als durch irgendwas anderes.“)

Ich habe Angst, einen Herzinfarkt / Tinnitus / Krebs / Gehirntumor zu bekommen („Das sind alles zu 100% unbegründete Ängste. Du hast Dein ganzes Leben lang Angst vor solchen Sachen gehabt und nie ist irgendwas davon passiert. Du hast keinen Gehirntumor bekommen, keinen Herzinfarkt, Tinnitus, kein gar nichts. Du hast überhaupt keine Krankheit, Du hast einfach nur eine große Menge Angst. Und diese Angst wird jetzt stetig geringer und geringer und irgendwann wird nicht mehr viel übrig sein davon und stehst wieder auf dem Fußballplatz.“)

Ich habe Angst, dass es alleine durch meine Angst wieder schlechter wird. („Ok, das macht natürlich keinen Sinn. Du brauchst keine Angst vor der Angst zu haben, das wäre ja wie wenn man versucht, mit einem Fußball einen anderen Fußball so zu treffen, dass er dann ins Tor geht. Das macht niemand, man schießt den Ball einfach ins Tor. Du musst auch bedenken, dass die Angst in Wahrheit Dein Freund ist. Denn je mehr Angst Du über Deine Emotionen spürst, desto weniger Angst wird in Deinem Körper sein. Von daher ist die Angst de facto Dein Freund. Die Angst ist nun mal da, also ist es richtig, dass Du Dich mit ihr beschäftigst, sie spürst und verarbeitest. Immer, wenn das passiert, bist Du einen Schritt weiter, daher ist die Angst Dein Freund.“)

Ich habe vor mir selber Angst. („Du bist selbst Dein bester Freund, also der Mensch, der Dich am meisten unterstützt und Dir am meisten bringt und damit jemand vor dem Du überhaupt keine Angst haben musst. Du musst keine Angst haben vor dem was Du sagst, was Du denkst, wie Du Dich fühlst, wie Du aussiehst, etc. Ganz im Gegenteil, habe einfach ein Bisschen Vertrauen in Dich, Deinen Körper, Deine Fähigkeiten, dann kann sich das alles auch entfalten.“).

 


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14 Kommentare

  1. Marjatta Kemmler

    09/12/2011 @ 18:53

    Guten Tag
    Ich habe Ihre Geschichte mit Bewunderung gelesen. Habe ich doch eine Chance nach 10 Jahren CFS herauszukommen? Diese Methode scheint mir zu funktioieren. Haben Sie es alleine nur mit der CD durchgezogen? Oder hatten Sie betreuung? Nach wie vielen Tagen/Wochen der Anwedung hat es eine Verändrung bez. ist es aufwärts gegangen?
    Ich freue mich sehr über eine Antwort.
    Liebe Grüsse Marjatta aus der Schweiz

    Antworten
  2. Hallo Marjatta,

    ja, also ich habe alles alleine gemacht bzw. mache es noch, das Gute ist, man braucht ausschließlich seinen Kopf (und ein Bisschen Zeit). Solange man berücksichtigt, dass man überwiegend die Stop-Technik macht und nicht zu viel Entspannungsübungen, ist man meiner Erfahrung nach auf dem richtigen Dampfer. Tatsächlich habe ich sofort eine Verbesserung gespürt nachdem ich die ersten 10 Gedanken gestoppt hatte und mir das Gegenteil gesagt hatte, das war unglaublich. Bei mir schlägt aber auch alles besonders stark an, bisher immer nur im negativen Sinne, in diesem Fall zum Glück im Positiven, ich denke aber, dass das bei sehr vielen funktionieren müsste. Es gibt auch die Möglichkeit, bei sogenannten Gupta-Coaches Stunden zu nehmen, die dann allerdings nicht ganz billig sind (ca. 60 € pro Stunde, glaube ich), da kann man dann auch über Traumata reden wie mit einem Therapeuten. Manche berichten, dass sie stark davon profitieren, ich halte mich eher daran, dass ich mich selbst beobachte, schaue, was für negative Gedanken kommen, und mir einfach das Gegenteil davon selbst sage.

    Viele Grüsse,

    S. H.

    Antworten
    • Vielen Dank für Ihren Bericht! Seit ca. 20 J. leide ich an CFS und habe keine ärztl. Hilfe gefunden. Dank Meditation (Entspannung) und Ged.kontrolle geht es mir langsam besser, aber das Ganze ist noch nicht vorbei, denn Ja, unsichtbare Aengste machen sich immer noch bemerkbar. Es tat mir gut, von anderen Betroffenen zu hören!

      Freundliche Grüsse
      A.B.

      Antworten
    • Moin s.h.,

      Ich wäre dir sehr sehr dankbar, wenn du mich per email kontaktieren würdest, ich habe 2fragen an dich , die ich nicht so gerne öffentlich besprechen würde, ich hoffe das ist kein problem;-).

      Vielen Dank für Deine Antwort, ich bin echt super fertig;-(((.

      Viele Grüße
      Alex

      Ps:

      Antworten
  3. Danke für die Schilderung Deiner Erfahrungen.

    Allerdings ist mir aufgefallen, dass CFS hier als eine psychische Krankheit angesehen wird bzw. mit psychologischen Mitteln behandelt wird.
    Von vielen wird CFS aber als eine organische Krankheit angesehen, wozu z.B. die neueste Studie passt, in der ein Krebsmedikament auch bei CFS gute Wirkung gezeigt hat.

    Mich würde noch interessieren, wie die weiteren Übungen neben der Stop-Technik aussehen (also die, die man Deiner Meinung nach lieber nicht so intensiv machen sollte).

    Mir scheint Gupta hier nichts wirklich Neues erfunden zu haben, denn die meisten Dinge kommen mir sehr aus einer Psychotherapie bekannt vor. Insbesondere diese Stop-Technik und die Umwandlung von negativen in positive Gedanken waren in meiner Therapie ein wichtiges Thema. Nur leider hat mir das nicht geholfen bzw. ich habe es vielleicht auch nicht geschafft, es konsequent genug durchzuführen, da meine negativen Gedanken schon so automatisiert waren, dass ich sie oft gar nicht mehr bewusst wahrgenommen habe.

    Wenn man meint, CFS psychologisch behandeln zu können, kann man sich meiner meiner Meinung nach jedenfalls genauso von einem (guten)Psychologen behandeln lassen, der ähnliche oder gleiche Techniken anwenden wird. Und das auf Kosten der Krankenkasse.

    Antworten
    • Ja, mir ist schon bewusst, dass CFS eine körperliche Krankheit ist, das habe ich selbst schmerzhaft erfahren müssen. Mir wurde auch schon von vielen Ärzten gesagt, dass ich gar nichts habe oder mir das nur einbilde, was natürlich höchst ärgerlich ist. Ich denke aber, bzw. erfahre es gerade, dass man diese körperliche Krankheit mental heilen kann.
      Ich habe auch schon mehrere Jahre Psychotherapie gehabt, die erstmal viel gebracht hatte, nach 1-2 Jahren wurde es aber sogar noch schlechter. Die meisten Teilnehmer meiner CFS-Selbsthilfegruppe haben auch schon Psychotherapie hinter sich, leider alle wie bei mir ohne Erfolg. Dazu kommt, dass es schon etwas anderes ist, ob man 2x die Woche 1 Stunde bei einem/r Therapeuten/in ist, oder ob man selbst den ganzen Tag an seiner Psyche arbeitet, die Stop-Technik macht man ja bis zu 100x am Tag, das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Als ich damals die Therapie machte, dachte ich mir irgendwann, eigentlich müsste ich selbst der Therapeut sein, erstens kenne ich mich viel besser, und zweitens habe ich dann jeden Tag dazu Gelegenheit, mich selbst weiter zu bringen. Ich dachte immer, man kann sich selbst gar nicht therapieren, jetzt denke ich genau das Gegenteil. Das Entscheidende ist dabei schon, dass man die Stop-Technik konsequent durchführt, das ist das A und O. Ich habe alleine heute schon wieder 100x stop gemacht und quasi den ganzen Tag mit mir selbst gesprochen, und es wird nach wie vor unaufhaltsam besser.
      Es ist also nichts bahnbrechend Neues, aber die 7 einzelnen Schritte der Stop-Technik sind schon verdammt gut, es kommt da auch ein Bisschen aufs Detail drauf an. So wie Gupta das sich ausgedacht hat, wird dadurch wirklich das Unterbewusstsein umprogrammiert, ein Psychologe würde wahrscheinlich sagen das Über-Ich, und meiner Erfahrung nach macht das den größten Teil der Psyche aus.
      Dazu kommt, dass durch das ganze Programm die Gefühle des Menschen von negativ auf positiv geschaltet werden, in meinem Fall eine 180°-Wendung, und der Körper hat dann gar keine andere Wahl mehr, als einfach nachzuziehen.
      Die restlichen Übungen sind auch sehr gut, ich möchte nur nicht ins Detail gehen, da ich eh schon sehr viel aus dem Programm verraten habe, das wäre sicher nicht im Sinne von Gupta, dem ich natürlich vieles bzw. alles zu verdanken habe.

      Antworten
  4. Sehr interessant, was du in deinem letzten Kommentar schreibst! Beim Lesen ist mir eingefallen, dass bei meiner Psychotherapie genau das der Fall war: Ich hab eben den ganzen Tag selbst auch an meiner Psyche gearbeitet…nicht nur in den 2 wöchentlichen Sitzungen! Hab praktisch den ganzen Tag über das nachgedacht, was in der letzten Sitzung besprochen wurde. Vielleicht hat mir das auch so geholfen.

    Hab meine Geschichte hier zusammengefasst: http://cfs-genesung.blog.de/

    Freut mich total, dass ich hier auch so positive Geschichten in dieser Richtung höre. Weiter gute Besserung!
    Und genau, ich glaube auch, dass CFS eine körperliche Erkrankung ist, die u.a. mit psychologischen Mitteln geheilt werden kann. Hab jetzt auch schon von einigen anderen Fällen gehört. 🙂

    Antworten
    • Moin e.s,
      Ich wäre dir sehr sehr dankbar, wenn du mich per email kontaktieren würdest, ich habe 2 fragen an dich , die ich nicht so gerne öffentlich besprechen würde, ich hoffe das ist kein problem;-).

      Vielen Dank für Deine Antwort, ich bin echt super fertig;-(((.

      Viele Grüße
      Alex

      Ps:

      Antworten
  5. Hallo, ich bin 33Jahre alt und im Vergleich zu euch noch nicht allzulange CFS krank, aber sehr stark betroffen und hab die Nase langsam voll (2Jahre). Jetzt habe ich auch mit dem Gupta Programm begonnen. Ich war sehr beeindruckt von deinem Bericht und mir sind viele Fragen gekommen. Vielleicht hast du Kraft und Lust mir zumindest auf ein paar Fragen zu antworten, ich würde mich riesig freuen – auch wenn ich nicht weiß, ob diese Seite zu so ner Art von Austausch gedacht ist!??
    – Wie hast du es geschafft deine depressiven Einbrüche zu stoppen? Da hilft bei mir das STOP – wenn auch noch so oft- nichts und ich muss heulen. Die Ängste find ich mit dem STOP leichter in den Griff zu bekommen, aber die Traurigkeit und Verzweiflung nicht. (Hab aber auch viele Baustellen im Moment)
    – Kennst du das auch, dass du dich ärgerst, dass die ängstlichen Gedanken immer wieder kommen?Woher nimmst du nur das Durchhaltevermögen möglichst alle bis zu 100Gedanken immer wieder zu stoppen nach all den Monaten? Ich bewundere das sehr und empfinde das selbst noch als ziemlich anstrengenden mentalen Kampf.
    – Woran orientierst du dich bzgl Pacing vs Aktivität (an Stärke der Symptome, Zeitspannen?), wenn es einem einfach den ganzen Tag schlecht geht? Also wie hast du so angefangen? 10min Aktivitäten trotz Symptomen z.B.? Bzw wann hast du dann begonnen dich zu steigern? Finde das ganz schön schwer.
    – Wie bist du zu deiner Akzeptanz und zum Loslassen gekommen? Das scheint eines meiner Hauptprobleme derzeit.
    – Du schreibst, dass du bis zu 400x Gedanken an deinen Körper unterbrochen hast. Respekt! Aber dann hast du an den Tagen nichts anderes gemacht oder? hast du das auch geschafft, wenn du unter Leuten warst?
    – Hast du von Anfang an die Übungen im Stehen (STOP) bzw im Sitzen (Meditation etc) machen können? Bei 100x STOP am Tag wärst du ja nur “rumgesprungen” oder?
    – Warum denkst du, dass zu viele Meditationsübungen etc schlecht für dich waren? Sollte einem doch eher gut tun und laut Gupta ist das ja auch so wichtig…Und hattest du während solcher Übungen auch negative Gedanken und hast die stop-Technik angewandt? Bei mir funkt die Amygdala noch egal wann dazwischen. Fragen über Fragen…
    LG und danke Beverly

    Antworten
    • Hi Beverly, eins gleich vorweg: Ich kenne eine, die hatte CFS erst seit Kurzem, ca. 6 Monate, und die ist dann zu einem Dr. Bieger in München gegangen und jetzt ist sie wieder topfit, die war aber auch Lehrerin und privat versichert, ansonsten kostet das gleich mal 3000-4000 €. Ich kenne aber auch welche, die waren von dem nicht so begeistert, die hatten es aber alle länger. Aber das nur am Rande, ich schwöre ja wie man leicht erkennen kann eh auf Gupta. Also zum Einen muss ich sagen, dass ich im Moment etwas leide (bzw. nicht nur etwas, sogar sehr, aber das macht nichts, das gehört so, ist alles Teil des Prozesses), das gilt dummer Weise aber für viele Betroffene, die ich kenne, vielleicht liegt’s am Klima, vielleicht an den Sternen, auf jeden Fall merke ich dennoch, dass es ständig vorwärts geht, das ganze ist eine Achterbahnfahrt, die sogar Jahre dauern kann bzw. das bei mir tut, aber ich war ja auch 20 Jahre lang krank (erst starke Akne als Teenager, dann CFS), also das dauert einfach ein bisschen. Ich denke aber, ich habe alles im Griff und bin auf bestem Wege. Jetzt aber zu Deinen Fragen:

      1. Wenn ich in der Lage dazu bin, mich gut zu fühlen, tue ich das, immer wieder nehmen natürlich auch Angst und Depression überhand, sogar ziemlich oft, ich beobachte das dann einfach und akzeptiere es ohne Widerstand, also Akzeptanz ist hier der Schlüssel. Sich selbst beobachten und dabei nur den Kopf benutzen und darauf vertrauen, dass sich alles von selbst reguliert sind auch noch gute Tips, die ich jeden Tag befolge. Traurigkeit und Verzweiflung sind ganz normal mit dieser Krankheit, das haben sogar kerngesunde Menschen oft, also wenn Du Dir jeden Tag in Erinnerung rufst, dass dieser Wahnsinn ganz normal ist, und Du und Deine Reaktionen/Emotionen auch, dann bringt das eine ganze Menge.

      2. Ja, also man muss sich darauf einstellen, dass diese Gedanken locker 1-2 Jahre lang immer wieder kommen können oder werden. Bei mir ist es so: Ich habe jetzt wirklich ohne Unterlaß 2 Jahre lang all diese Gedanken gestoppt, bis zu 100x am Tag, und in den letzten 3-4 Monaten habe ich festgestellt, dass diese Gedanken sich mittlerweile von selbst stoppen, weil ich mein System einfach schon soweit umprogrammiert habe, ich muss gar nichts mehr tun, das ist ziemlich gut. Das sich darüber Ärgern sollte man durch Akzeptanz und sich selbst beobachten ersetzen, dann wird es besser. Aber auch der Ärger kommt immer wieder zurück, gerade gestern und heute habe ich mich wieder grün und blau über die Welt geärgert, sie gibt einem ja dummer Weise auch mehr als genug Grund dazu. Das beobachte ich dann aber einfach und stelle fest a) Angst, Wut, Verzweiflung und Depression sind zurück b) das ist völlig normal c) das ist Teil der Heilung. Man kann eh nichts dagegen machen, also sollte man daran arbeiten, es zu akzeptieren, das heißt natürlich nicht, dass man akzeptieren muss, dass man krank bleibt, ganz im Gegenteil, durch das Akzeptieren wird sich der körperliche Zustand in Zukunft bessern, und wenn es 3 Jahre dauert. Ach ja, Du hast es ja „erst“ seit 2 Jahren, das heißt bei Dir kann es auch wesentlich schneller gehen, ich bin ja im Prinzip seit 20 Jahren schwer krank. Das Durchhaltevermögen kommt daher 1) Ich weiß, dass ich im Grunde genommen ein kerngesunder Mensch bin, ich kann das spüren 2) Ich weiß, dass das der Weg aus der Krankheit ist, das kann ich auch fühlen 3) Das ist in Kombination natürlich die beste Motivation, die es gibt. Dazu kommt vielleicht auch Veranlagung, ich denke aber, dass jeder das kann. Ein guter Trick ist, alles aufzuschreiben, wovor Du Angst hast, bewusst oder unbewusst, z.B. „Freunde zu treffen“ (danach wird es oft schlimmer), „Sport machen“, „Einkaufen gehen“, „Arbeiten“, „Menschen treffen generell“ und Dir dann Schritt für Schritt selbst mit der Stop-Technik sagen, dass das alles nichts ist, wovor Du Angst haben musst, die meinen es ja alle gut mit Dir und helfen Dir.

      3. Pacing: Ja, also ich muss zugeben, zur Zeit ist bei mir nichts mit Pacing, ich bin froh, wenn ich meinen 30qm-Haushalt bewältigen kann. Das klingt jetzt vielleicht nicht so vertrauenserweckend, aber der Fortschritt ist da, es wird besser und geht ständig bergauf, irgendwann bin ich fit (das kann man jetzt glauben oder auch nicht, also es ist zumindest meine Überzeugung, da gehe ich jede Wette ein). Also was ich immer eingehalten habe, war nicht mehr als 15 Minuten pro Tag spazieren zu gehen, auch wenn ich öfters 1-2 Stunden hätte gehen können, also sowas z.B., das war bei mir immer die Grenze.

      4. Akzeptanz und Loslassen: Also das war bei mir relativ einfach, ich habe einfach mein ganzes Leben lang überhaupt nichts akzeptiert und überhaupt nichts losgelassen, sowie mich in meinen Ärger auf die Menschen verbissen, und habe festgestellt, dass ich durch diese Verhaltensweisen irgendwann so krank geworden bin, dass ich nicht mal mehr richtig spazieren gehen konnte. Meine Therapeutin hat mich in der Psychotherapie ja dazu auch ein Stück weit animiert, das war einen Versuch wert, ich habe aber festgestellt, so funktioniert es nicht, also muss es der andere Weg sein, davon bin ich überzeugt, das tut mir viel besser. Ich mache jetzt also genau das Gegenteil von dem, was mir all die Zeit so geschadet hat, und es geht mir ungleich besser damit. Ich habe ja 15 Jahre Erfahrung im Umgang mit der Krankheit und wie ich auf sie reagiere, und habe in all der Zeit eigentlich immer mit meinen Gefühlen experimentiert, das Ergebnis ist eindeutig: Vergebung, Vertrauen und Loslassen von Angst und Wut helfen mir. Es gibt nur scheinbar jedes mal, wenn ich Wut loslasse und Leuten vergebe eine Gegenreaktion des Körpers, weil der bisher immer anders programmiert war, deswegen leide ich zur Zeit relativ stark, das muss aber so sein, das ist wie ein Drogenentzug, aber danach bin ich clean.

      5. Tägliches Stoppen von Gedanken: Genau, da ich arbeitsunfähig bin, und wenig unter Leuten, habe ich natürlich den ganzen Tag Zeit, Gedanken zu stoppen. Gleichzeitig bin ich dem Staat und der Gesellschaft dankbar, dass sie meine Rechnungen bezahlen und mir die Zeit geben, mich zu regenerieren. Wenn ich unter Leuten bin, stoppe ich eigentlich keine Gedanken, höchstens in Bus, S-Bahn, etc., also wenn ich mit niemandem rede, dann schon, aber ansonsten bin ich meist durch das Gespräch abgelenkt.

      6. Also die ersten 2-3 Monate habe ich die Stops immer im Stehen auf der Mindmap gemacht, und dann konnte ich die Schritte auswendig und mache sie nur noch im Kopf. Für die Meditationen habe ich mich einfach auf einen Stuhl gesetzt, mittlerweile mache ich sie ehrlich gesagt sogar gar nicht mehr, ich würde zwar gerne, aber das andere tut mir einfach besser.

      7. Ja, also, ich denke das Unterbewusstsein suggeriert mir, es kann mir nicht gut gehen, und wenn ich die Meditationen mache, geht es mir aber gut, nur lässt das mein Unterbewusstsein einfach nicht zu. Das heißt, ich muss erst das Unterbewusstsein umprogrammieren, das kann sogar ein paar Jahre dauern, dann kann ich aber auch wieder Sachen machen, die mir Spaß machen, z.B. Freunde treffen, Sport machen, meditieren, also ich denke es geht vor allem um das Unterbewusstsein, das kann man auch dadurch ändern, dass man einfach das sich gut und glücklich fühlen trainiert, je mehr man etwas übt, desto besser wird man darin, ob es Tischtennis ist oder das glücklich sein, das wiederum einen positiven Einfluss auf Gesundheit und Wohlbefinden hat.

      Antworten
  6. Hallo, ich bin 21 Jahre alt und mir nicht sicher, ob mein Problem CFS ist oder irgendeine persistierende Viruserkrankung. Zumindest ist bis jetzt nichts festgestellt worden.
    Ich habe das Ganze jetzt seit einem Jahr und 9 Monaten und es ging immer auf und ab. Seit Beginn habe ich Probleme mit Herzrhythmusstörungen, die mich besonders stören und vielen weiteren Symptomen wie schneller Erschöpfung, Schmerzen an irgendwelchen Stellen und so weiter und so fort. Vieles ist auch einfach schlecht zu beschreiben. Ich bin nicht fit genug, um einem geregelten Tagesablauf nachzugehen, da mein Befinden sich von Tag zu Tag so unterscheidet. Manchmal kann ich etwas Fahrrad fahren oder den ganzen Tag zumindest rumlaufen und Dinge machen, die nicht so anstrengend sind. Manchmal kann ich aber auch nur rumsitzen, weil die Symptome sonst zu unangenehm werden. Auffällig ist bei mir die Verschlechterung bei Infekten und Antibiotikaeinnahme.
    Ich finde deinen Ansatz sehr interessant, mein einziges großes Problem damit ist nur, wie man das umsetzen soll, wenn es einem wirklich nicht gut geht ohne sich Sorgen zu machen, dass dem eigenen Körper sonst vielleicht schaden könnten. Was mache ich also, wenn ich mich bei einer Betätigung wirklich überanstrengt fühle? Weitermachen? Hinsetzen?
    Ich finde das so schwer…
    Lieben Dank!

    Antworten
    • Hallo Annika,

      also ich denke das Gupta-Programm würde Dir bestimmt helfen, ein paar der Symptome sind schon CFS ähnlich, also ich denke das würde in jedem Fall etwas bringen. Mein Tipp ist folgender (Wenn Du das Programm machen willst): Fühle Dich einfach ohne jeden Grund gut und glücklich, arbeite jeden Tag daran, Dich auf die positiven Dinge zu konzentrieren, auch wenn das nur sehr wenige sein sollten, es gibt immer welche, so wird das Gehirn mit der Zeit umtrainiert und das hat für den Körper auch positive Effekte. Das kann aber ein paar Jahre dauern, ich sage mal 1-3 Jahre oder so, bis sich der Körper wirklich umstellt und in der Zeit kann es auch mal drunter und drüber gehen, das ist aber ganz normal, denn der Körper ist ja Jahrzehnte lang mit der falschen Software gelaufen. Aber wenn man jeden Tag Vertrauen in seinen Körper hat, anstatt sich über ihn zu ärgern, dann glaube ich, dass der Körper das Vertrauen irgendwann zurück zahlt und sich die Gesundheit bessert.
      Was die körperliche Aktivität betrifft, so würde ich Pacing empfehlen, also immer nur 50%-75% von dem pro Tag machen, was ohne Probleme möglich ist. Das ist wahrscheinlich relativ wenig, aber genau das ist der Punkt: Wenn Du den Körper etwas unterforderst, dann hat das ganze System Zeit und Ruhe, um sich zu regenerieren, also ich mache selbst immer lieber etwas zu wenig als etwas zu viel.
      Dann: Auch wenn das Gupta-Programm vom Kopf ausgeht und der Kopf den ganzen Prozess steuert würde ich bei Entscheidungen einfach auf Dein Gefühl hören: Wenn Dein Gefühl Dir sagt, ich fühl mich gut, ich fahre heute Fahrrad, dann würde ich das machen (wenn auch nur 50%-75% der Strecke, die Du ohne jegliche Nachwirkungen fahren kannst), wenn Dir Dein Gefühl sagt, ich mache heute gar nichts und bleibe auf der Couch liegen, dann würde ich das tun, und mich gut dabei fühlen, das wäre mein Tip.

      Antworten
  7. Pingback: Alternativen zum Gupta Amygdala Retraining

  8. Hallo,
    vor 4 Jahren bekam ich auch CFS. Es fing bei mir mit pfeiferischen Drüsenfieber und vielen Grippen an, bis später nur noch Schmerzen und Erschöpfung übrig blieben. Vor einem Jahr lag ich über ein halbes Jahr im Bett und dachte, dass ich nie wieder aufstehen kann. Die Schmerzen waren unermesslich. Ich konnte nichtmal mehr zum Kühlschrank gehen. Vollgepumpt mit Antibiotika hatte ich total Depressionen und natürlich auch Angst, dass ich es nicht schaffe. Aber der Wille ist alles und ich wollte unbedingt wieder gesund werden. CFS ist ein körperliches Problem, das stimmt, aber ich habe mich selbst durch Gedanken und NICHT durch Medikamente geheilt. Ich hatte mich entschieden, die Antibiotika abzusetzen, auch wenn die Ärzte dagegen waren und habe mich sehr lange mit Meditations-, Atem- und Entspannungstechniken beschäftigt. Mein Geist war total klar, aber mein Körper war voller Schmerzen.
    Das allerwichtigste ist, dass man seine Ängste abbaut! Darin stimme ich dem Gupta-Programm sehr überein. Es gibt nichts, wovor man Angst haben braucht. Ob es nun Bakterien sind, die CFS verursachen ist völlig unwichtig. Das einzige was zählt ist, wieder Harmonie in sein Leben zu bringen und das fängt bei den Gedanken an. Angst, hat da gar nichts mehr zu suchen. Ich baute alle meine Ängst ab und ich hatte davon eine Menge. Die Angst davor in den Supermarkt zu gehen, denn das war für mich eine so schwere Aufgabe! Ich konnte nichtmal 10 Minuten ohne Schmerzen gehen. Wie ich schon erwähnte lag ich 8 Monate im Bett und konnte rein gar nichts tun. Ich habe nicht nur meine Ängst abgebaut, sondern mein Leben kritisch durchleuchtet und festgellt, dass es viele Menschen um micht gibt, die mich erdrücken. Und vielleicht deswegen der Mangel an Energie. Ich habe alles umgekrempelt. Natürlich hat es seine Zeit gedauert. Ich kann nur betonen, dass alle Ängst abgebaut werden müssen und mein sein Leben von Grund auf kritisch betrachten sollte und alles was negativ ist ÄNDERN MUSS!
    Ich bin nach nur einem Jahr nun soweit, dass ich zur Uni gehe und nebenbei arbeite! Ich kann zwar noch kein Sport machen, aber ich kann spazieren gehen, einkaufen und all die Dinge erledigen, die ich zu erledigen habe. Ich forme mir mein Leben nun so, wie ich es gerne möchte und habe gelernt, dass ich frei bin und alles selbst bestimme. Und es ist kaum vorstellbar, dass ich vor einem Jahr noch dachte, dass ich kurz davor bin im Rollstuhl zu sitzen!
    Vielleicht ist dies eine kleine Aufmunterung für diejenigen, die noch nicht den Mut haben ihr Leben zu ändern. CFS ist heilbar und das ganz ohne Medikamente und zwar für jeden!
    LG

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